"...Duttenhoefers Zeichnungen sind keine (vordergründigen) Psychogramme eigener Befindlichkeit, sondern viel mehr Scenogramme des Menschen auf einer imaginierten Bühne des Daseins. Insgesamt ist sein Werk nachhaltig von existenziellen Grunderfahrungen der Angst und der Lust, der vitalen Kraft und drückender Belastung (vgl. seine Stier- und Bischoff-Thematik) und nicht zuletzt wohl auch zuversichtlicher Behauptung (die zahlreichen defensiven Standfiguren) geprägt. In der Perspektive seiner Arbeiten, die die Fülle und die Leere kennen und die mit dem Geschaffenenjedesmal ein Sinnzeichen gegen die stets drohende Vergänglichtkeit errichten, erscheinen der Mensch und die Kreatur als Wesen des Übergangs – von dem einen unbekannten Ort (in der Seele des Künstlers) zu dem anderen, ebenso unbekannten einer vielleicht vorstellbaren künftigen Existenz." Hans M. Schmidt
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56 x 38Stier 1999, Radierung, 30 x 40cm55 x 7638 x 56